von Brigitte Schmid Schüpbach

Phänomenale Kaiseraugster Rock-Night

So etwas hat man noch nie erlebt: die Zuschauer riss es an den beiden aussergewöhnlichen Konzertabenden förmlich von ihren Stühlen!

(Schm) Die Musikgesellschaft Kaiseraugst hat die einmalige Gelegenheit ergriffen, im neu erbauten Auditorium der Hoffmann-La Roche in Kaiseraugst zu konzertieren. Unter der souveränen Stabführung von Mischa T. Meyer wurde den 700 Zuhörern ein Erlebnis der ganz besonderen Art geboten. Zu Beginn des Abends wurden die Besucher mit einem exquisiten und äusserst reich-haltigen Apéro riche aus der Küche der Tavero AG begrüsst und verwöhnt. Gut gelaunt und in erwartungsvoller Spannung sassen anschliessend alle bereits zehn Minu-ten vor Konzertbeginn mucksmäuschen still auf ihren Plätzen. Mit dem Stück „KASHMIR“ eröffnete die Musikgesellschaft Kaiseraugst den Konzert-abend kraftvoll überzeugend und fulminant. Mit rockigen Klängen ging es nahtlos weiter mit den bekannten und eingängigen Melodien von „THE BEST OF EARTH, WIND & FIRE“, dem Medley „TOTO IN CONCERT“ und den getragenen Klängen von „NOTHING ELSE MATTERS“. Den Abschluss des ersten Konzertteils bildete das von Peter Kleine Schaars arrangierte Stück „ELVIS IN CONCERT“. Mit Eliane Stocker-Zeugin konnte eine professionelle Moderatorin verpflichtet werden, die mit ihrer angenehmen Stimme locker, flockig und mit der notwendigen Prise Humor kurzweilig vorgetragene Informationen zu den Stücken vermittelte. Nach einer kurzen Verschnaufpause näherte man sich dem Höhepunkt des Konzert-abends, nämlich dem Hauptstück „Concerto for Rock Group and Orchestra“ von Jon Lord, welchem die Idee für eine Kaiseraugster Rock-Night entsprungen ist. Für das 45 Minuten dauernde Stück wurde das Corps durch Sinfoniker mit Cello, Contra-bass, Harfe, Fagott und Oboe und eine kraftvolle Rockband bereichert. Die Symbiose zwischen Sinfoniker- und Bläserklängen, verbunden und abgelöst von längeren und kürzeren Einlagen der Rockband, wurden für die Zuhörer trotz der teilweise an-spruchsvollen Harmonien und ungewohnter Klänge zu einem sehr eindrücklichen Erlebnis, was am Schluss mit einem tosenden Applaus und Standing Ovations zum Ausdruck gebracht wurde. Mit dem Ohrwurm „SMOKE ON THE WATER“ verwandelte sich das Auditorium schliesslich in einen brodelnden Hexenkessel. Begeisterte und lautstark mitsingende Zuhörer waren die untrügliche Bestätigung dafür, dass das musikalische Experiment der Musikgesellschaft Kaiseraugst gelungen ist und sich der grosse Aufwand für alle Beteiligten mehr als gelohnt hat.